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Geistlicher Impuls für die Pfarreiengemeinschaft Niedergrafschaft und alle Interessierten am 22.04.2020

Wir erleben gerade eine sehr aufgeregte Zeit. Vieles an der Situation und den Dingen, die sind und noch kommen werden, können wir nicht verändern, weil es außerhalb unseres Einflusses liegt. Jedoch können wir eines immer tun: Wir können uns(er)Selbst beeinflussen - in unserer Stimmung, unserer Haltung und unserer Sichtweise. Und wir dürfen uns sicher sein „wir gehen den Weg nicht alleine – Gott ist an unserer Seite“. Ich lade Sie und euch heute ein „Gelassenheit“ zu üben. Gerade in dieser unsicheren Zeit kann uns „Gelassenheit“ helfen, die Situation nicht nur zu ertragen, sondern sie zu tragen, damit wir auch andere tragen können. Papst Johannes XXIII (1881-1963) werden die „Zehn Gebote der Gelassenheit“ zugeschrieben, die uns dabei helfen können, „Gelassenheit“ zu üben. Vielleicht können wir nicht gleich alle „Zehn Gebote der Gelassenheit“ umsetzen, aber wichtig ist: Fangen wir damit an!


Die 10 Gebote der Gelassenheit
1. Leben:Nur für heute werde ich mich bemühen, einfach den Tag zu erleben - ohne alle Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen. 2. Sorgfalt:Nur für heute werde ich größten Wert auf mein Auftreten legen und vornehm sein in meinem Verhalten: Ich werde niemanden kritisieren; ja ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern... nur mich selbst. 3. Glück: Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin ... nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt. 4. Realismus:Nur für heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich an meine Wünsche anpassen. 5. Lesen:Nur für heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen. Wie die Nahrung für das Leben des Leibes notwendig ist, ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele. 6. Handeln: Nur für heute werde ich eine gute Tat vollbringen - und ich werde es niemandem erzählen. 7. Überwinden: Nur für heute werde ich etwas tun, wozu ich keine Lust habe. Sollte ich mich in meinen Gedanken beleidigt fühlen, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt. 8. Planen:Nur für heute werde ich ein genaues Programm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit. 9. Mut: Nur für heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, und mich an allem freuen, was schön ist. Und ich werde an die Güte glauben. 10. Vertrauen: Nur für heute werde ich fest daran glauben – selbst, wenn die Umstände das Gegenteil zeigen sollten – dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt. Nimm dir nicht zu viel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und mit Geduld.


Gott, gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden. Gott, gebe mir die Geduld, mit Veränderungen, die ihre Zeit brauchen, und Wertschätzung für alles, was ich habe. Toleranz gegenüber jenen, mit anderen Schwierigkeiten und die Kraft, aufzustehen und es wieder zu versuchen – Nur für heute.

Kommt gelassen durch den Tag! Für das Pastoralteam der Pfarreiengemeinschaft Niedergrafschaft: Matthias Kinastowski